Warum heißt Oskar Oskar?

Junge Leser treffen Autorin: Claudia Frieser am ESZM

Wenn es im Klassenzimmer ganz leise wird und alle ihre Nase in ein Buch stecken, wenn Kinder lesend im Baum sitzen, auf der Wiese liegen, nebeneinander auf der Bank vor dem Schulgebäude lesen… dann wird die Zeit vergessen.

Seit den Osterferien lesen unsere 6. Klassen parallel den Jugendroman „Oskar und das Geheimnis des Klosters“ von Claudia Frieser. Manche führen ein Reisetagebuch, manche schlüpfen in die Rolle Albrecht Dürers und zeichnen ihre Erlebnisse auf einer beschwerlichen Wanderung nach Maulbronn, andere leben ihre Leidenschaft für Geschichte aus und recherchieren fleißig zum Fall Konstantinopels 1453, werden zu Spezialisten für Verteidigungslinien und mittelalterliche Geschosse – die Auseinandersetzung mit dem Roman ist in vollem Gange.

Da ist es besonders spannend, die Person kennenzulernen, die hinter dieser fesselnden Geschichte steckt – und die Aufregung ist schon in der Vorbereitung groß, dass es tatsächlich möglich ist, jemanden persönlich kennenzulernen, der Bücher schreibt.

Ebenso wenig, wie sich Oskar und seine Reisegruppe von Wegelagerern und schlechten Wegen aufhalten ließen, verzagte Frau Frieser angesichts der Widrigkeiten des Bahnfahrens, sodass die Autorenlesung am Montag, den 20.04. stattfinden konnte, wenn auch mit Verspätung. Im Mittelalter wusste man auch nicht so genau, wann man ankam.

Gespannt lauschten die Kinder der 6r, 6g und 6s Frau Frieser, die sehr anschaulich das Leben und Reisen im Mittelalter schilderte, das Leben der Mönche, den Tagesablauf im Kloster – und damit Geschichte genauso lebendig werden ließ, wie ihr das in ihren Romanen auch gelingt. In lebhaften Gesprächen tauschte sie sich mit den Kindern darüber aus, was ihre eigenen Leseerfahrungen sind, wie ein Buch zustande kommt, wie viel Persönliches in einen Roman einfließt, warum Oskar Oskar heißt – und nein, das wird an dieser Stelle nicht verraten, wer das wissen möchte, muss die Sechstklässler fragen.

Rückblickend waren die Kinder beeindruckt, dass das Romanschreiben ein ganzes Jahr Zeit in Anspruch nimmt, dass es viel Vorarbeit und Recherche verlangt, dass ein Roman mehrfach überarbeitet wird und Lektoren daran beteiligt sind, kurz, wie viel Arbeit und wie viel Persönliches in einem Buch stecken.

Frau Frieser wiederum zeigt sich sehr begeistert von unserer Schule und unseren Schülern: „Sehr großen Eindruck haben auch ihre Schüler auf mich gemacht. Die äußerst klugen Fragen, die sie mir gestellt haben, machen nicht nur eine echte und kritische Reflektion mit den Themen des Buches deutlich, sondern auch eine Neugier auf eine ihnen unbekannte Welt. …Die nette Lesung an Ihrer Schule und Ihre Freundlichkeit wird lange nachklingen :)“.

Sylvia Kestin

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