Naturwissenschaft, Technik und Religion

 Naturwissenschaft, Technik und Religion
Hauptfach ab Klasse 8 (GY) bzw. 9 (ABG)

Unsere Welt ist von naturwissenschaftlichem Erkenntnisgewinn und einem rasanten technischen Fortschritt geprägt. Das erfordert neue Fähigkeiten, die dieses Profil, ähnlich dem NwT-Profil an anderen Schulen, vermitteln will: vernetztes Denken, die Nutzung aktueller Technologien und die Entwicklung von Problemlösungsstrategien, bei denen auch Kreativität gefragt ist.

Dazu führt das Profilfach die Basiswissenschaften Mathematik, Physik, Biologie, Chemie, Geographie und Informatik mit dem Fach Technik zusammen.

Gleichzeitig gilt es, die Faszination für die sich in vielen Bereichen offenbarende Vollkommenheit zu bewahren und das Wissen zu vermitteln, dass „am Anfang der Schöpfung kein Zufall steht, sondern eine höchste Ordnung, ewig und notwendig, hinter den Phänomenen, weit über dem Universum, aber in jedem Teilchen präsent.“ (Jean Guitton)

Gegen die Tendenz, dass Menschen sich als Schöpfer an die Stelle Gottes setzen und darin einem Machbarkeitswahn erliegen, soll das Bewusstsein einer notwendigen Bescheidenheit und einer zunehmenden Verantwortung gegenüber belebter und unbelebter Natur erwachsen.

Wie sieht dies nun konkret im Profilfach „Naturwissenschaft, Technik und Religion“ aus?

NaTuR wird als Hauptfach von Klasse 8 – 10 (G8) bzw. 9 – 11 (G9) unterrichtet, zusätzlich zu den naturwissenschaftlichen Fächern.

Das NaTuR-Schuljahr ist in Trimester aufgeteilt. In jedem Trimester setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit einer komplexen Thematik auseinander, das Ziel ist dabei meistens die Entwicklung eines Produkts, welches bestimmte Anforderungen erfüllen muss, beispielsweise beim Bau einer Brücke, der Programmierung eines Roboters, beim computergesteuerten Fräsen oder der Herstellung von Seife. Aber auch die Anlage und Pflege unseres Schulgartens gehört in den Aufgabenbereich dieses Profils.

In NaTuR wird also überwiegend praktisch, handwerklich und experimentell gearbeitet, in kleinen Gruppen. Wie im Fach NwT geht es demnach neben der Erkenntnisgewinnung, Forschung, Planung, Entwicklung und Konstruktion auch darum, kommunizieren und sich organisieren zu lernen.

Darüber hinaus wollen wir im NaTuR-Unterricht aber, an geeigneten Anknüpfungspunkten, einen Perspektivwechsel ermöglichen, um Raum für religiöse bzw. ethische Fragestellungen zu geben (beispielsweise im Gedanken des nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen) und um die bloße naturwissenschaftlich-technische Betrachtungsweise kritisch zu hinterfragen. So können sich die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die Unterrichtseinheit „Erkundung eines Lebensraums“ der Frage zuwenden, wie wirklich die von ihnen beschriebene Wirklichkeit tatsächlich ist, und setzen sich mit Möglichkeiten und Grenzen wissenschaftlicher Aussagen auseinander.

Wer ist geeignet für das NaTuR-Profil?

NaTuR richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit Interesse an der Natur und ihren Wissenschaften, mit Spaß an Technik und am Arbeiten mit Materialien, mit Neugier und Kreativität, mit guter Sozialkompetenz und Selbstorganisation und mit der Bereitschaft, über Sachverhalte reflektiert nachzudenken.

Fragen beantwortet gerne Herr Schiller (Fachverantwortung NaTuR): achim.schiller@eszm.de