Bewegung als Schlüssel erfolgreichen Lernens: ESZM gewinnt den baden-württembergischen Präventionspreis für Gesundheit

92 Bewerber, 12 prämierte Projekte und 60.000 € Preisgeld. – Zum fünften Mal verlieh die Stiftung für gesundheitliche Prävention Baden-Württemberg in diesem März ihren Preis an Organisationen, Schulen und andere Institutionen, die durch ihre Konzepte Gesundheitsprävention vorantreiben. „Es ist beeindruckend, mit welchem Ideenreichtum und persönlicher Überzeugung sich die Preisträgerinnen und Preisträger sowie alle Bewerberinnen und Bewerber für die Gesundheitsförderung der Menschen in Baden-Württemberg einsetzen,“ hielt Sozialminister Manfred Lucha bei der Preisverleihung in Stuttgart fest.

Mit dem diesjährigen Schwerpunktthema „Aktiv sein für mehr Wohlbefinden – Bewusstsein schaffen für ein gesundes und bewegtes Leben“ sprach die Stiftung auch das Leitungsteam der Unterstufe am Evangelischen Schulzentrum Michelbach an. Denn seit diesem Jahr bietet die Schule für ihre Klassen 5 und 6 im Ganztagsprogramm „SelFlex“ an. „SelFlex basiert unter anderem auf der Theorie der sensomotorischen Erziehung nach Emile Jaques-Dalcroze, die auf der Wechselbeziehung der körperlichen und emotionalen Erfahrung beruht“, erläutert Schulleiter Ralph Gruber. Dalcroze Überlegungen fanden auch Eingang in das Konzept der Bewegten Schule des Schweizer Urs Illi. Dieser verstand sensomotorisches Lernen als ganzheitlichen Prozess, der insbesondere in der traditionellen „Sitzschule“ Lernprozesse wie zum Beispiel das Vokabellernen befeuern sollte.

Am ESZM gibt es seit diesem Jahr daher das sogenannte Basiskompetenztraining. Ganz wie an anderen Schulen werden hier die Basiskompetenzen in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch vertieft. Allerdings das Ganze gerne in Bewegung. Im Bewegten Lernen wird z.B. Gedächtnisstaffel, Völkerball oder Zonenlauf gespielt. Alle Spiele haben eines gemeinsam, sie verbinden das Training von Merk- und Konzentrationsfähigkeit mit Bewegung.

Daneben garantiert das fest im Stundenplan am Vormittag verankerte Basiskompetenztraining die notwendige motorische Entlastung, um gesundheitlichen Risiken wie Bandscheibenschäden durch langes Sitzen oder Adipositas aufgrund mangelnder körperlicher Bewegung vorzubeugen. Die Verknüpfung von Lernen und Bewegung gerade auch im Kontext der weiterführenden Schulen überzeugte auch die unabhängige Jury aus Wissenschaft und Praxis. Sie prämierten das ESZM in der Kategorie „Projekte mit Fokus Schule als Präventionsort“.

Das Preisgeld in Höhe von 5.000 € nahmen Schulleiter Ralph Gruber und die Unterstufenleitungen Friedrun Crosby und Sylvia Kestin persönlich im Hospitalhof in Stuttgart aus den Händen von Sozialminister Manfred Lucha entgegen. Ausdrücklich bedankte sich das Team auch beim Kollegium. „Ohne den Rückhalt und die Unterstützung der Schulleitung und des Kollegiums sind solche Projekte nicht realisierbar“, hielt Sylvia Kestin nach der Verleihung fest. „Unsere Kollegen signalisieren uns immer wieder: Wir haben Lust darauf. – Und so entwickeln wir das Konzept in den nächsten Jahren auch gemeinsam weiter.“

 

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Bei der Preisverleihung von links nach rechts: Sozialminister Manfred Lucha, die beiden Unterstufenleitungen Friedrun Crosby und Sylvia Kestin und der Schulleiter des ESZM, Ralph Gruber. © „Stiftung für gesundheitliche Prävention Baden-Württemberg“

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